Nach der Europawahl 2019 Experte: Salvini gefährlicher als Orban

Italiens Innenminister Matteo Salvini besucht heute Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Die beiden Rechtspopulisten von der italienischen Lega Nord und Ungarns Regierungspartei Fidesz wollen sich im Europawahlkampf unterstützen. Der Vorsitzende der Denkfabrik "Europäische Stabilitätsinitiative", Gerald Knaus, schätzt, dass Orbán die konservative EVP-Fraktion an die Fraktion der Rechtspopulisten heranführen will. Allerdings sorgt er sich mehr wegen Salvini: "Wenn jetzt in Italien Neuwahlen wären, würde er wohl Premierminister werden und seine Partei könnte im Europaparlament die größte Partei sein – das sollte einem Sorgen bereiten." Gemeinsam etwa mit dem Rassemblement National aus Frankreich könnte das "in Europa zu größeren Verwerfungen" führen.

02.05.2019 10:05

SWR Aktuell

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