Nach Flüchtlingsaufstand in LEA Ellwangen Flüchtling schildert Polizeieinsatz und Fixierung

Begleitet von Protesten vor dem Gebäude hat am Vormittag vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart der Prozess eines Flüchtlings gegen das Land mit ersten Aussagen begonnen. Der Kameruner schilderte, wie Polizisten bei einer Razzia im Mai 2018 früh morgens in sein dunkles Zimmer eingedrungen seien, ohne sich als Polizisten zu erkennen zu geben. Andere Flüchtlinge hätten gedacht, es sei ein Angriff von Neonazis. Zudem hätten die Beamten ihn mit Kabelbindern gefesselt, auf den Boden gelegt und sein Handy beschlagnahmt. Zwei damals am Einsatz beteiligte Polizisten bestätigen als Zeugen die Fixierung mit Kabelbindern. Dadurch habe man insgesamt eine "stabile Lage" erzielen wollen.

18.02.2021 12:02

SWR Aktuell

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