Proteste gegen Corona-Maßnahmen Studie: Mehr Infektionen durch "Querdenken"-Demos

Zwei "Querdenker"-Demonstrationen im November 2020 haben laut einer Studie zur starken Verbreitung des Virus in Deutschland beigetragen. An der Studie waren das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und die Berliner Humboldt-Universität beteiligt. Die Forscher haben zwei Querdenker-Demos in Leipzig und Berlin unter die Lupe genommen. Die Forscher untersuchten dazu auch die Inzidenz-Entwicklung in den Landkreisen, aus denen die Demonstranten mit Bussen zu den Demos anreisten. Ergebnis: Bis Weihnachten habe es einen deutlichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in diesen Landkreisen gegeben. Die Wissenschaftler schätzen, dass 16.000 bis 21.000 Covid-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden Demos nicht stattgefunden hätten.

Sendungsbezug: BW Studio Mannheim-Ludwigshafen, 9.2.21, 10:30 Uhr

09.02.2021 10:02

SWR Aktuell

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